Jasmin berichtet...

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- die folgenden Texte sind ungekürzt und im Original -

Jasmin Dogu 

über die Veranstaltung ,,Großstadtfieber“ von Robert Kreis:                                                                         

Am 04.05.2018 fand um 20 Uhr die Veranstaltung ,,Großstadtfieber“ statt, die von dem Entertainer und Pianisten Robert Kreis aufgeführt worden ist.
Im kleinen, aber feinen und eleganten Schlösschen Boorghess fand die Aufführung statt.
Wenn man den Titel der Theateraufführung mit der umgebenden Natur vergleicht, dann ist dies in der Tat ein ganz großer Kontrast. Die Veranstaltung musste aufgrund der geringen Besucherzahl ins Schlösschen verlegt werden, was ich und meine Freundin nach der gesamten  Aufführung nicht verstehen konnten!
Ich durfte mir das Theaterstück als junge Kulturreporterin ansehen, um anschließend meine eigenen Eindrücke zu schildern, aus der Sicht einer Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen,-versteht sich.
Als ich mir die Broschüre zum Theaterstück durchgelesen habe, spürte ich ein Gefühl von Interesse, aber andererseits auch von Skepsis. Schließlich ging es in der Aufführung um die Großstadt Berlin samt all ihren Facetten in den ´´Goldenen Zwanziger Jahren“. Für mich, als Geschichtsinteressierte, zwar spannend, aber vieles kenne ich nur aus (Lehr-)bücher und Dokumentationen. Beim Eintreffen ins Schlösschen waren meine Begleitung und Ich die einzigen jungen Menschen, was am Anfang etwas komisch gewesen ist, da wir mit Neugierde angeschaut wurden. An diesem Tag war es wohl ein Phänomen, dass sich junge Leute für Theater interessieren. Ich finde es traurig, da Theater Kultur ist und Kultur ein wichtiger und wertvoller Bestandteil in unserem Leben ist. Wie Herr Kreis behauptete, würden in anderen Großstädten so einige junge Leute seine sowie weitere Stücke besuchen. Wahrscheinlich ist das bei uns eher ein lokales Problem...
Was ich aber damals, vor der Veranstaltung, als allererstes zu sehen bekam, ist ein Flyer und zusätzlich ein Foto von Herrn Kreis gewesen. Auf den ersten Blick eine sehr sympathische , individuelle und recht charismatische Person. Mein Eindruck verstärkte sich, als ich ihn später live erleben durfte. Er stand mit zwei verschiedenen, sehr schicken und sogenannten ´´old-school“ Anzügen vor seinem Publikum. Dazu ein geschminktes Gesicht, und streng nach hinten gekämmte sowie gegelte Haare,dass ihn aussehen lassen hat, wie zu früheren Zeiten.
Man merkte schon, eine sehr starke Person mit einer großen Persönlichkeit.
Beeindruckend waren seine weit ausgeholte Gestik und vor allem die hervorragende Mimik, die er ohne Scheu einsetzte. Wie ich sehen konnte, waren die Leute, die um uns herum saßen, sehr beeindruckt, wurden bestens unterhalten und hörten gespannt zu.
Seine Texte reimten sich gut und sind nicht mit den heutigen Texten und song lyrics zu vergleichen.
Auch gefiel mir die Abwechslung zwischen Erzählung und musizieren. Er spielte aber nicht nur exzellent, sondern berichtete auch über  seine eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Schon allein, dass er Niederländer ist, aber in Indonesien geboren wurde und nun in Berlin lebt, zeigt, dass er einen langen Weg und viele Erlebnisse hatte. Seine Aufführungen in Metropolen wie Sydney, New York, Wien usw. taten sein Übriges. Der Darsteller sang und spielte zudem alte Musik vor, wie bereits schon erwähnt, dennoch tat er dies auf einer lustigen Art und Weise, sodass wir ständig kicherten. Meine Freundin und ich haben uns  nicht zusammenreißen können und so geschah es, dass wir oft mit dem deutlich älteren Publikum lachen mussten. Schön anzusehen waren Zeitschriften und Hefte aus den Zwanziger Jahren, die für uns eindeutig ein Dokument aus früherer Zeit darstellen. Ich persönlich fand auch die Anspielungen auf die heutige Zeit genial. Da gebe ich ihm recht, dass Jogginghosen zwar praktisch und bequem, dennoch geschmacklos und nicht zu jedem Anlass akzeptabel seien.  Aber auch, dass besonders die sogenannten Generationen Y und Z ständig mit den Smartphones beschäftigt seien, selbst junge Mütter, die einerseits den Kinderwagen schieben  und andererseits mit den Fingern der anderen Hand über den Bildschirm des Handys scrollen würden. Zudem sind die Prüfungsantworten der SchülerInnen aus dem Jahre 2017 urkomisch und witzig. Ein Beispiel: ,,Die Hauptstadt von Frankreich heißt Frankreich City“. Selbst ich kann über die Bemerkungen darüber herzlich lachen und gleichzeitig meinen Kopf über die modernen Entwicklungen schütteln.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich über die Aufführung von Herrn Kreis positiv überrascht sowie beeindruckt bin. Meiner Freundin und mich hat die Veranstaltung, als junge Menschen, auf jeden Fall sehr gefallen. Manchmal sind nur Herr Kreis´ Worte unverständlich gewesen, da er in einem enorm schnellen Tempo gesprochen hatte. Sogar das Publikum schien ganz nett und offen zu sein. In der Pause konnten wir uns auch mit ein paar der älteren BesucherInnen unterhalten, was sehr angenehm gewesen ist. Auch  ein privates Gespräch mit Herrn Kreis und einer mit uns anwesenden Dame nach dem Auftritt war sehr schön und man merkte, dass beide sehr aufgeschlossene Menschen sind. Ich denke, dass Herr Kreis trotz seines Alters tief im inneren jung geblieben ist, aber natürlich auch modern und dies macht seine Auftritte besonders. Also ich kann für mich sowie stellvertretend für meine Begleitung sagen, dass wir den Abend sehr genossen haben. Vielleicht ist dieser Auftritt nicht für jeden Jugendlichen ansprechend, aber wir würden diese Theateraufführung bzw. Unterhaltungsshow liebend gern weiterempfehlen.

 

Jasmin Dogu

Bericht zur Theateraufführung ,,Aufguss“

Am 04.05.2018 fand das etwa zwei Stunden lange Theaterstück ,,Aufguss“ statt. Die Komödie war nahezu ausgebucht. Wie es aussah, war fast jeder Sitz des Stadttheaters besetzt. Durch den ganzen Abend zog sich eine heitere Stimmung mit viel Gelächter. Das ist nämlich den Schauspielern zu verdanken, die nicht unbekannt sind. Ich denke Namen wie Hugo Egon Balder oder Jeanette Biedermann sagen dem oder der ein oder anderen was. Diese sind nämlich aus dem Fernsehen oder von weiteren Bühnenshows bekannt.
Das Bühnenbild war das erste, was ich kurz vor Beginn der Aufführung sehen konnte und es ist vollkommen ansprechend und modern gewesen. Man dachte, dass man tatsächlich vor oder gar in einem ,,Welnessraum“ sitzt. Sogar Wasser befand sich in einem künstlichen Becken und eines der Schauspieler sprang entschlossen hinein.
Gegen Ende der Aufführung sind die Kleider der Schauspielerinnen ebenfalls schön gewesen, sicherlich reizend für den ein oder anderen männlichen Zuschauer.
Ich persönlich empfand zwei Stellen als Highlight. Erstmal fand ich toll, wie sich die SchauspielerInnen  an die ZuschauerInnen bzw. an den Niederrhein angepasst hatten. So nannten die SchauspielerInnen während einer Diskussion über verschiedene Speisegerichte die Städte- und Ortsnamen wie Rees, Hamminkeln, Praest, Goch, Kleve, usw. .
Gegen Ende der Aufführung geschah noch etwas ganz Lustiges. So schlüpfte eine Schauspielerin aus ihrem Bademantel, trug nur ein schwarzes Spitzenpanty und verschwand rasch hinter der Bühne, was natürlich  für das eine ,,Ohhh“ und ,,Hui“ oder aber Pfeifen sorgte. Sofort folgte ihr der andere Schauspieler und zog sich ebenfalls aus. Zur Überraschung aller trug dieser keine Unterhose. Nein, sein Hintern wurde von einem großen Blatt gedeckt. Dieses hatte schon eine gewisse Ähnlichkeit mit Tarzans Dschungelbekleidung oder eines der (halb-)nackten Statuen aus der Antike.

Außerdem ist der Blick hinter die Kulissen sehr kenntnisreich gewesen. Der Regisseur Rene Heinersdorff  sagte mir, dass er fast nur Komödien schreibe, die alle auf einer wahren Begebenheit beruhen würden und ,,Aufguss“ sei schon sein zwölftes oder 13 Bühnenstück. Wussten Sie, dass sich selbst hinter dieser Komödie, wobei es sich unter anderem um den Self-made-Man Dieter handelt, der seiner Lebensgefährtin Mary den Kinderwunsch mit einer künstlichen Befruchtung erfüllen möchte, um ein ernstes Thema handelt? Der Autor und gleichzeitig Darsteller dieses Stückes kennt ein Pärchen aus dem Freundeskreis, das keine Kinder auf natürlichem Wege bekommen kann. Von diesem Schicksal inspiriert, schrieb er sein derzeitiges Theaterstück ,,Aufguss“. Auch gab er mir folgenden Ratschlag mit auf den Weg, der ungefähr wie folgt lautete: ,,Egal an welchem Text du gerade arbeitest oder was du schreibst, das Geschriebene oder Berichtete muss wahr sein  und vom ganzen Herzen kommen. Du musst wissen, was du schreibst und die Sache wirklich wollen.“ Ich fand diesen Ratschlag schon recht weise und denke immer daran, wenn ich einen wichtigen Text schreibe oder ein neues Projekt, Hobby, etc. beginne. Dieser Spruch lässt sich nämlich auf viele Bereich des Lebens übertragen. Kurz bevor die Pause beendet gewesen ist, versammelten sich plötzlich alle anderen SchauspielerInnen um uns herum und begannen plötzlich einen raschen Wortwechsel, was als erstes  meine Freundin und mich etwas verwirrte. Doch wir begriffen sofort, dass sie schauspielerten. Ihre spontane Aktion war schon sehr beeindruckend, da es realistisch und sehr ernst wirkte. Die ersten Worte, die sie nach der Pause sagten, waren übrigens genau die, die wir uns zuvor hinter der Bühne anhören durften.

Somit komme ich zum folgenden Fazit: Meine Begleitung und ich fanden die Aufführung recht amüsant, auch wenn einige Passagen nahezu zu schlüpfrig für zwei junge Menschen wie uns gewesen sind. Die ein oder andere Stelle ist zweideutig gewesen, was uns sowie alle anderen ZuschauerInnen zum Schmunzeln brachte und alle DarstellerInnen haben klasse gespielt und harmonierten miteinander.
Doch genauso ist mancher Zuschauer lustig gewesen. Zum Beispiel sorgten einige Besucher mit  ihrem herzhaften Lachen für ein ansteckendes ,,Gelächterchor“ um sich herum. Mir ist zudem aufgefallen, dass auch bei diesem Theaterstück  kaum junge Menschen anwesend gewesen sind. Ich persönlich fand das etwas schade, denn die Komödie war überhaupt nicht langweilig und die Stimmung war stets in einem hohen, positiven Bereich.